Update aus der Reha: Von Dankbarkeit, Selbstverantwortung und neuen Wegen
Ein herzliches Hallo an alle Leser! Heute möchte ich euch ein Update zu meinem Reha-Aufenthalt geben – ein Update, das von Dankbarkeit, aber auch von harten Erkenntnissen geprägt ist.
Das Privileg der Sonne und die Realität auf dem Teller
Zuerst einmal: Ich bin zutiefst dankbar, dass ich jeden Morgen aufwachen und die Sonne erleben darf. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Vor etwa einer Woche habe ich noch geschrieben, wie bescheiden, um nicht zu sagen „schrottig“ das Frühstück und Abendessen hier ist. Ich habe den Arzt nun beim Wort genommen und meine Ernährung selbst in die Hand genommen. Mittlerweile versorge ich mich zu 50 % selbst mit unverarbeiteten Lebensmitteln. Den Rest muss ich leider dazukaufen, da die Klinik-Kost meinen Zielen im Weg stand.
Blutwerte als Warnschuss
Der Grund für diesen radikalen Schritt war deutlich: Meine Blutwerte hatten sich verschlechtert. Mein CK-Wert (Creatin-Kinase) ist auf über 600 nach oben geschnellt. In der Folge musste ich das Medikament Rosuvastatin absetzen, in der Hoffnung, den Wert wieder deutlich unter 400 zu bringen.
Es ist ein Dilemma: Einerseits hält das Statin die Blutbahnen sauber, andererseits bringen mich die Nebenwirkungen nicht weiter. Seit zwei Tagen experimentiere ich daher konsequent mit meiner Ernährung. Zum Frühstück gibt es nur noch Naturjoghurt mit Haferflocken und Leinsamen, die ich über Nacht quellen lasse.
Das Ergebnis nach nur zwei Tagen: Mein Blutzuckerwert ist von 107 auf unter 100 gesunken. Auch wenn das Essen derzeit etwas eintönig ist, zeigt es mir eines ganz deutlich: Ernährung heilt.
Ein Dank an die wahren Helden
Meine Dankbarkeit gilt aber nicht nur der Natur, sondern vor allem den Menschen hier. Die Pflegekräfte und Mitarbeiter sehen jeden Tag das Elend, das oft durch unsere „zivilisierte“ Ernährung und chemische Umwelteinflüsse verursacht wird. Ich hoffe inständig, dass sie an dieser täglichen Last nicht zerbrechen.
Besonders die vielen jungen Menschen, die diesen Beruf erlernen, beeindrucken mich. Wenn ich die Macht dazu hätte, würde ich ihnen sofort 100 % mehr Gehalt zahlen. Sie leisten einen unschätzbaren Dienst an unserer Gesellschaft, den man kaum in Worte fassen kann.
Blick nach vorn: Fokus auf das Wesentliche
Ich werde in Zukunft weniger, aber dafür bewusster essen. Ich will nur noch das zu mir nehmen, was mich gesund hält, und alles ignorieren, was mich krank macht. Dabei vergesse ich nicht, dass ich privilegiert bin, viele Menschen auf dieser Welt haben nicht die Möglichkeit, sich gesund und reichlich zu ernähren.
Körperlich geht es dank der fantastischen Therapeuten bergauf. Ich fühle mich deutlich beweglicher und weniger steif als noch vor zwei Wochen. Es ist einfach ein „geiles“ Gefühl, was Bewegung und die richtige Ernährung bereits nach 1,5 Wochen bewirken können!
Wie geht es weiter? Meine Pläne für die große Weitwanderung lege ich vorerst auf Eis. Mein Fokus liegt nun voll auf meiner Genesung und der Vorfreude auf einen neuen Job.
Bleibt gesund und dankbar! Euer Mario
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bleib Sachlich !